Ich mag etwas, das du nicht magst – Diskrepanz erotischer Neigungen in Paarbeziehungen

Erotische Neigungen sind im Idealfall in einer Partnerschaft einigermaßen deckungsgleich, oder haben immerhin große Schnittflächen. Allerdings sind sexuelle Vorlieben gerade im alternativen BDSM/Fetisch/Kink Bereich häufig breit gefächert, nicht selten sehr spezifisch und damit oft nicht oder nur schwer kompatibel mit denen des Partners. Was sind überhaupt die häufigsten Vorlieben und Fantasien, die vom Gegenüber nicht geteilt werden? Welche Rolle spielt die unterschiedliche Entwicklung erotischer Vorlieben bei Männern und Frauen bei diesem Thema? Wie kann ich Paaren dabei helfen, mit unterschiedlichen erotischen Vorlieben umzugehen? Kann man überhaupt neue Vorlieben entwickeln oder auf eigene verzichten? Wie können Paare gelingend darüber sprechen und welche Wege kann ich ihnen als Berater/ Therapeut/in anbieten?

Arbeit mit sexuellen Fantasien in der Praxis

Sexuelle Fantasien reichen von romantischen Begegnungen mit dem Partner, über konkrete Sexualpraktiken, Gruppensex und Fetischen, bis hin zu Gewaltfantasien und komplexen Szenen, die sich nicht selten im ethischen Graubereich bewegen.  Das Abfragen dieser Fantasien, der im Grunde intimsten Gedanken, die ein Mensch haben kann, ist selbst für Fachpersonen in Sexualtherapie und -beratung oft immer noch eine Herausforderung. Und selbst wenn eine Fantasie erzählt wird, ist die Arbeit damit ein komplexer Prozess, für den es unterschiedliche Ansätze gibt. Was sind also die häufigsten sexuellen Fantasien? Was ist der Unterschied zwischen Fantasie und Wunsch und was ist in diesem Zusammenhang die „Arbeit mit der roten Linie“? Welche Konzepte und Ansätze gibt es für diese Arbeit? Wie entstehen, entwickeln und zeigen sich die Fantasien von Männern und Frauen, wo liegen hier häufig zentrale Unterschiede – und weshalb kann das Verständnis für neurowissenschaftliche und psychologische Hintergründe hier von großem Gewinn für die Arbeit in der Praxis sein?  Konkreter Inhalt: