Monogamie wird von immer mehr Menschen hinterfragt. Während sie für einige weiterhin ein stabiles und sinnstiftendes Beziehungskonzept darstellt, öffnen sich andere für alternative Beziehungsformen. Diese Entwicklungen stellen Fachpersonen vor neue Fragen: Wie lassen sich diese Konzepte differenziert verstehen und vermitteln? Wie kann ein individueller, tragfähiger Prozess für Paare gestaltet werden? Und wie gelingt es, typische Dynamiken wie Eifersucht, Unsicherheit oder unterschiedliche Bedürfnisse professionell zu begleiten?
Samstag (10.00 – 16.30 Uhr) – Theorie und Prozessverständnis
- Grundlagen nicht-monogamer Beziehungskonzepte
- Begriffsklärung und Differenzierung
- Psychologische Grundlagen
- Motivationsprüfung
- Der „Idealprozess“: Die 7 Säulen
- Modelle von Grenzen, Vereinbarungen und Konsens
- Abgrenzung zu dysfunktionalen Dynamiken (z. B. Vermeidung, Machtungleichgewicht, Externalisierung von Konflikten)
Sonntag (10.00 – 15.00 Uhr) – Herausforderungen und typische Anliegen (Praxisvertiefung)
- Typische Herausforderungen in nicht-monogamen Settings (Eifersucht differenziert verstehen (kognitiv, emotional, relational), Emotionsregulation und Selbstverantwortung, Umgang mit Unsicherheit, Vergleichsdynamiken und Verlustängsten, Unterschiedliche Bedürfnisse und Asymmetrien
- Grenzen, Grenzverletzungen und Reparaturprozesse
- Therapeutische und beraterische Interventionen
- Umgang mit Krisen, Regelbrüchen und Vertrauensverlust
- Arbeit mit unterschiedlichen Ausgangslagen (z. B. einseitiger Öffnungswunsch, Konflikteskalation, Identitätsfragen)
- Fallarbeit aus der Praxis
Hinweis: Es werden Grundkenntnisse der beraterischen oder therapeutischen Arbeit vorausgesetzt; die Inhalte sind an ein Fachpublikum angepasst und weisen einen hohen Praxisbezug auf.
Methode
Vortrag und Wissensvermittlung, Austausch im Plenum, Fallbeispiele, Selbstreflexion, punktuelle Kleingruppenarbeit
Ort & Zeit
Online
Datum: 24. & 25.10.2026
Sa, 10.00 – 16.30 Uhr
So, 10.00 – 15.00 Uhr
Voraussetzungen zur Teilnahme
Tätigkeit im psychosozialen Bereich, Grundkenntnisse in Sexualtherapie/Beratung
Kosten
290,– Euro